| Woher kommt das Geld? Eine berechtigte Frage, denn die Ortsgemeinde kann im Gegensatz zur politischen Gemeinde keine Steuern erheben. Weder vom Kanton noch von der Stadt St.Gallen empfängt die Ortsgemeinde Beiträge. Trotzdem sind immer wieder Mittel vorhanden, um spezielle Projekte, besondere Anlässe oder auch aussergewöhnliche Ideen finanziell zu unterstützen. |
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| Des Rätsels Lösung liegt in der
klugen Verwaltung des Vermögens! Das heisst, es werden für
die übertragenen
Aufgaben nur Mittel aus den Erträgen des Kapitals verwendet. Ursprünglich
bestand der Besitz ausschliesslich aus Grundeigentum wie Land und Wald.
Aus Verkäufen und Erträgen ist über die Jahre ein ansehnliches
Kapital von 20 Millionen Franken gewachsen. Dieses Geld ist noch immer
mehrheitlich in Liegenschaften investiert. Die Einkünfte aus Miet-, Pacht- und Baurechtszinsen belaufen sich im Jahr auf rund 600’000 Franken. Erträge aus Wertschriften sind die zweite bedeutende Einkommensquelle. Mit einigen Schwankungen bescheren sie der Ortsgemeinde jährlich bis zu 400’000 Franken. Die professionelle Bewirtschaftung des Vermögens ist eine zentrale Tätigkeit der Ortsgemeinde Straubenzell. |
Die drei wichtigsten regelmässigen Ausgabenpositionen sind Stipendienzahlungen, Beiträge an soziale Werke und an lokale Kultur- und Sportvereine. Dafür wird jährlich ein Betrag von etwa 300’000 Franken aufgewändet. Ausgaben entstehen der Ortsgemeinde auch in der Verwaltung, der Forstbewirtschaftung und im Unterhalt der Liegenschaften. Der Bürgerrat setzt die vorhandenen Mittel gezielt und überlegt ein und finanziert die Aufgaben und Tätigkeiten der Ortsgemeinde ohne die Vermögenssubstanz zu belasten. Dies sichert den Fortbestand des Vermögens für die nächste Generation und die Möglichkeit, auch in Zukunft den Bürgerinnen und Bürgern von Straubenzell eine attraktive Ortsgemeinde zu erhalten. |
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