Eine zeitgenössische geografische Beschreibung der Gemeinde Straubenzell kurz vor dem 1. Weltkrieg lautete wie folgt: «Straubenzell ist eine grosse Gemeinde und die südwestliche Vorstadt von St.Gallen, zu beiden Seiten der Sitter und im Süden an den Kanton Appenzell grenzend.»


 

Daran hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert. Munter fliesst die Sitter noch immer Richtung Bischofszell. Etwas sauberer vielleicht, Umweltschutz sei Dank! Die im Süden an Straubenzell angrenzenden Appenzeller essen ihren Käse auch nicht mehr «mitsamt» dem Teller!
Eine imaginäre Wanderung entlang den ungefähren Grenzen der Ortsgemeinde zeigt deutlich, dass sich nebst der Geografie alles drastisch verändert hat.

Vom angenommenen Start beim Bahnhof Winkeln, führt der Weg über die Schoretshueb zum westlichsten Punkt der Gemeinde. Wie ein Puzzlestein ragt nördlich davon der Hafnersberg in das Gebiet der beiden Nachbargemeinden Gossau und Gaiserwald.

Die Wanderung führt entlang der Autobahn, südlich von Abtwil über Altenwegen und Moosmüli hinab zur Sitter ins Burentobel.
Der Aufstieg über die Ochsenweid durch den Sitterwald und den Schoren ins Feldli, kostet einige Schweissperlen!Beim Stahl kreuzen wir die vielbefahrene Zürcher Strasse und marschieren über die Kreuzbleiche zur Ruckhalde. Ein weiterer Aufstieg zur Hofstetten und Menzlen lässt uns das Tempo etwas drosseln. Die beeindruckende Aussicht über die Gallusstadt hilft, den «Chrampf» schnell zu vergessen! Der kürzeste Weg nach Haggen geht durch den Menzlenwald. Eine etwas längere, dafür idyllischere Variante, führt vom Riethüsli entlang dem Wattbach zum Schlössli Haggen. Über Wolfganghof und Hinterberg steigen wir zum zweiten Mal ab ins Sittertobel und überqueren beim Kubel Sitter und Urnäsch. Der überaus steile und anstrengende Anstieg hinauf zur Sturzenegg, wo wir Appenzeller Boden streifen, fordert unsere Kräfte ein letztes Mal. Ein leichter und angenehmer Spaziergang, entlang dem Gübsensee zurück zum Ausgangspunkt, beendet unsere «geografische Exkursion» rund um Straubenzell.

   
 
   
 
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Bürgerwanderung
Jedes zweite Jahr organisiert der Bürgerrat der Ortsgemeinde eine «Bürgerwanderung».
An diesem Ausflug werden eigene Wälder und Liegenschaften in der näheren Region besucht. Ein Teil der Strecke wird dabei zu Fuss zurückgelegt. Dieser gesellschaftliche Anlass dient auch dazu, sich näher kennen zu lernen. Neubürgerinnen und Neubürger schätzen diese Kontaktmöglichkeiten. Die Ortsgemeinde sorgt dabei für die nötige Stärkung und das leibliche Wohl der Wanderer.